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Wunsch nach Organerhalt bei Myomen

Myome zählen zu den häufigsten Indikationen für eine Gebärmutterentfernung. Um einen Organerhalt zu ermöglichen, stehen neben neuen radiologisch-interventionellen Verfahren (z.B. Uterusarterienembolisation, MRT gesteuerter fokussierter Ultraschall) auch medikamentöse Therapieoptionren zu Verfügung.

Im Rahmen eines Konsensusmeetings im Dezember 2016 wurden Empfehlungen zu medikamentösen Therapieoptionen symptomatischer Uterusmyome erarbeitet.

• Myome wachsen hormonabhängig (beeinflusst von Estrogen und v.a. Progesteron).
• Myome sollten zielgerichtet, frühzeitig und so effizient wie möglich behandelt werden.
• Die Ursache von Blutungsstörungen ist für die Therapiewahl entscheidend und klar abzugrenzen
• Blutungsstörungen organischer Ursache sollten zielgerichtet durch eine Therapie mit kausalem Wirkansatz behandelt werden.

Zu den Präparaten, die im Zusammenhang mit myombedingten Symptomen und Wunsch nach Organerhalt eingesetzt werden, zählen Ulipristalacetat (UPA) sowie orale Gestagene, kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) und levonorgestrelhaltige Intrauterinsysteme (LNG-IUS). Ulipristalacetat (UPA) ist zur Therapie symptomatischer Uterusmyome das Mittel der Wahl. Mit dem Medikament lassen sich nicht nur Blutungsstörungen infolge von Myomen, sondern auch die Myome selbst ursächlich behandeln. Bei niedrig dosierte Einnahme über längere Zeit werden folgende häufige Nebenwirkungen beobachtet: Ausfall der Regelblutung, Verdickung der Gebärmutterwand. Zusätzlich können Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Akne, vermehrtes Schwitzen, Muskelschmerzen, Gebärmutterblutungen, Hitzewallungen, Zysten an den Eierstöcken, Unterbauchschmerzen, Scherzen an den Brüsten, Druckempfindlichkeit der Brüste, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Müdigkeit und ein erhöhter Cholesterin-Wert auftreten.

Zur Behandlung von Blutungsstörungen können orale Gestagene, kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) und levonorgestrelhaltige Intrauterinsysteme (LNG-IUS) zum Einsatz kommen. Hormonell bedingte Blutungsstörungen können auch auf eine naturheilkundliche Behandlungen gut ansprechen. Bei zu starker oder zu langer Monatsblutungen (Hypermenorrhoe) kann Tranexamsäure zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen infolge gesteigerter Auflösung von Blutgerinnseln (vermehrte Fibrinolyse oder Fibrinogenolyse) angewendet werden. Keine der genannten Maßnahmen ist frei von Nebenwirkungen. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieser Medikamente haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder wenden Sie sich an Ihren Apotheker.

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