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EMA überprüft Medikament gegen Myome

Gibt es Leberschäden durch ein Myom-Medikament?

 Ende November hat der der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) ein Risikobewertungsverfahren für das Medikament Esmya® (Ulipristalacetat, Gedeon Richter Pharma GmbH) eingeleitet. Ulipristalacetat wird zur Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt.
Anlass für das Verfahren sind 4 Berichte über schwere Leberschäden – 3 davon erforderten eine Lebertransplantation – bei Patientinnen, die mit Ulipristalacetat behandelt worden sind. Eine erste Einschätzung der Leberschäden durch den Ausschuss hat ergeben, dass Ulipristalacetat die Ursache sein könnte. Die weitere Überprüfung soll ergeben, ob dies Konsequenzen für den Einsatz des Medikamentes haben wird.
Der PRAC empfiehlt Patienten, die Ulipristalacetat einnehmen, sich an ihren Arzt zu wenden, wenn sie Fragen oder Bedenken hinsichtlich der Therapie haben. Von der Anwendung des Arzneimittels rät der Ausschuss bislang aber nicht ab.
Ulipristalacetat ist auch der Wirkstoff in der Pille danach ellaOne® (HRA Pharma Deutschland GmbH). Nach Angaben des PRAC gibt es keine Berichte über Leberschäden durch die Einnahme des Notfall-Empfängnisverhütungsmittels, weshalb dieses Medikament derzeit auch nicht auf dem Prüfstand steht.
Quelle: EMA: Warnung vor Prostatakrebs-Medikament und Mittel gegen Myome auf dem Prüfstand – Medscape – 1. Dez 2017.

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